Skulpturen und Kunstwerke

"Kunst im öffentlichen Raum Bremen - Ost"


Skulpturen
Wandbilder
Reliefs
Denkmäler


Kunst in Bremen

BREMEN - MITTE...> Altstadt
Ostertor

BREMEN - SÜD...> Teerhof
Neustadt
Woltmershausen

BREMEN - WEST...> Bürgerpark
Findorff

Die Zusammenstellung der Skulpturen und Kunstwerke Bremens wird täglich erweitert.


Denkmäler, Kunstwerke und Skulpturen

"Kunst im öffentlichen Raum Bremen - Ost"

*** Schwachhausen ***


"Genesende" von Bernd Altenstein (1991)
Östl. Vorstadt, Klinikum Bremen Mitte

Gefangen im bronzenen Block ist diese Figur von Bernd Altenstein. Die Frau legt die Hände auf imaginäre Stuhllehnen, ein Fuß ist herausgestreckt – vielleicht unter der Decke? Diese Frau spricht Gefühle an, lädt Patienten und Besucher ein, über Krankheit und Gesundheit nachzudenken und zu fantasieren. Die Skulptur steht inmitten eines Halbrunds mit Bänken auf einem kleinen Sockel, umgeben von runden Steinen und bietet sich als Objekt der Meditation an. Die Plastik entstand im Rahmen eines Projektes „Skulpturen im Park des Klinikums Mitte“ mit Studierenden der Hochschule für Künste. (2092/o627/15)


Kugel mit Herzen
Östl. Vorstadt, Klinikum Bremen-Mitte,

Auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Mitte liegt mitten auf dem Rasen kurz vor der HNO-Klinik eine große gelbe Kugel von ca. einem Meter Durchmesser. Die Kugel hat "Pickel": verschiedene Herzformen und vier Wasserhähne. Wer weiß, vielleicht soll man hier Herzblut zapfen ... In jedem Fall ist die Kugel ein bunter und erheiternder Eye-Catcher im tristen Krankenhausalltag. (2093/o627/18)


"Der Elefant" von Fritz Behn (1932)
Gustav-Deetjen-Allee, Grünanlage

Dieser freundliche Elefant, gemauert aus roten Klinkersteinen, ist ein beliebter Treffpunkt in Bremen. Lange Zeit war er allerdings ein äußerst umstrittenes Bauwerk. Das einstige "Reichs-Kolonial-Ehrenmal", entworfen von Fritz Behn, wurde 1932 als Symbol des Protestes gegen den Verlust der deutschen Kolonien nach 1918 errichtet. Im Sockel befindet sich eine Krypta, die als "Weiheraum" zum Gedenken an die Toten diente, die auf afrikanischem Boden ihr Leben ließen. 1990 feierte Namibia seine Unabhängigkeit. In Bremen begann zur gleichen Zeit ein exemplarisches Studien- und Kooperationsprojekt mit Namibia. Aus diesem Anlass wurde der Elefant in ein "Anti-Kolonialdenkmal" umgewidmet. Heute will eine Bürgerinitiative dem Elefanten buchstäblich Leben einhauchen und den (bislang nicht zugänglichen) Innenraum für kulturelle Veranstaltungen nutzen. (2079/o631/11)


"Paar" von Hans-Joachim Müller (1988)
Am Stern / Parkallee

Das "Paar", wie an der Skulptur zu lesen ist, sitzt in Positur, weshalb das Kunstwerk andernorts auch "Fototermin" heißt. Diese Plastik markiert einen zentralen Punkt und steht im Dreieck von Parkallee, Am Stern und Wachmannstraße vor einem schönen alten Jugendstilhaus. Müller studierte an der Hochschule für Künste in Bremen und war während eines Arbeitsaufenthaltes in Japan Assistent von Bernd Altenstein. Er schuf zahlreiche Plastiken für den öffentlichen Raum. (2095/o631/12)


"Puppenruhe MCMLXXXV-MM", Louis Niebuhr (1984)
Findorff, Gustav-Deetjen-Allee

Die Skulptur entstand während eines Bildhauersymposiums 1984 in Bremen - Vegesack an der Weseruferpromenade. Mit Spielzeugpuppen hatte der Künstler allerdings nichts am Hut: "Puppenruhe" heißt auch eine Skulpturengruppe in Berlin, mit der Louis Niebuhr die Metarmorphose des Schmetterlings als Sinnbild für ein neues Leben darstellt. Das Thema beschäftigte ihn offensichtlich über viele Jahre hinweg – von 1985 bis 2000, wie der Titel der Plastik vermuten lässt. Niebuhr lebt in Syke bei Bremen. (2084/o631/13)


Khatchkar (2005), Arsen Panusjan
Gustav-Deetjen-Allee, Grünanlage

"Der Khatchkar gehört zu den ältesten Formen der armenischen Kunst. Wie kaum eine andere künstlerische Ausdrucksform verkörpert er eine Synthese von Bild, Schrift, Skulptur und Architektur. Für die Armenier symbolisieren die Khatchkars ihre kulturelle Verwurzelung. So lesen wir im Namen und in der Form des Kreuzes die Interpretation des christlichen Glaubens als eine Denk- und Lebensform. Die Khatchkarkunst ist seit der frühchristlichen Zeit (305 n.Chr.)in der armenischen Kulturlandschaft präsent. Sie wurde als künstlerische Gattung in jeder kulturellen Epoche weiter entwickelt und markiert Spuren der armenischen Gemeinschaften. Jeder Khatchkar ist ein Unikat. Die eingearbeiteten Symbole repräsentieren Leben. Fruchtbarkeit, Fortdauer, Menschlichkeit und Liebe. 24. April 1915 - 24. April 2005 Zum 90. Jahrestag des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich gedenken wir der 1.500.00 ermordeten Armenier." (2098/o631/15)


"Be-hauptungen", Louis Niebuhr (1974)
Gustav-Deetjen-Allee, Grünanlage

Drei Bronzeskulpturen sitzen auf weißen Sockeln. Der Titel ist ein Sprachspiel des Künstlers, denn es sind unverkennbar nackte Häupter. Aber ob wir es mit klugen Köpfen zu tun haben, kann man den extrem geformten, un-behüteten, kahlen Schädeln, die eher Karikaturen gleichen, natürlich nicht ansehen. Große Schnauzen zumindest haben sie. Die Bronzegruppe entstand 1974 während der ersten "Bremer Bildhaueraktion" auf dem Präsident-Kennedy-Platz und stand lange vor dem Staatsarchiv. (2059/o631/17)


"Umwandlung" Tina Oehmsen (1995)
Wachmannstr. / Benquestr.

Spitze, goldfarbene Kegel sitzen statt der üblichen Beleuchtung auf den Straßenlaternenmasten von Tina Oehmsen. Unterschiedlich hoch bilden die zwei Laternenpaare zwei Tore. Kommt man von der Benquestraße, verbirgt sich das Kunstwerk hinter der hohen Linde, und auch an Markttagen bekommen Obst und Gemüse vermutlich mehr Beachtung als die ungewöhnlichen Straßenlaternen, die zwar nicht selbst leuchten, aber nachts beleuchtet sind. (2094/o633/14)


"Gräfin Emma und Herzog Benno", von Thomas Recker (1977)
H.-H.-Meier-Allee / Emmastr.

Hoch zu Ross, mit Hut, im langen Kleid mit hochgeschlossener Bluse sitzt Gräfin Emma, Bremens Wohltäterin aus uralten Zeiten, neben ihrem Schwager Benno im Damensitz, imaginäre Zügel haltend. Sie soll Bremen die Bürgerweide geschenkt haben – so will es die Sage vom Krüppel, der das Gelände umrundet hat. Die beiden Pferde wirken gedrungen. Kein Wunder, sie haben (unbewegliche) Rollen statt Beine. Die Bronzeplastik am Rand der Grünanlage ist eine überarbeitete Zweitfassung und wurde u.a. mit Spenden von Bremer Bürgern finanziert. (2100/o633/14)

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Mahnmal und Gedenktafel, HAWOLI (1988)
Schwachhauser Heerstr. 117, Synagoge

"Den jüdischen Bürgern Bremens zum Gedenken, die in den schrecklichen Jahren 1933 - 1945 ermordet, gequält oder in die Emigration getrieben wurden, ist dieser Stein aus den Jerusalemer Bergen errichtet worden." So steht es auf der Gedenktafel vor dem Mahnmal des Künstlers Hawoli, der über seine Arbeiten schreibt: „Meiner Konzeption liegt das Grundthema Natur - Kultur zugrunde. Darin sind mit wechselnder Intensität Untersuchungen über Bewegung, Veränderung, Abhängigkeit und die Darstellung von Kraft eingeschlossen.“ Das Material des Mahnmals ist unbehauener Kalkstein. (2096/o633/15)


"Klönsnak" von Marianne Huhs (1988)
Kulenkampffallee 142 a / Seniorenheim

Ihre Skulpturen sind schnörkellos direkt und haben einen heiteren, manchmal fast ironischen Ausdruck. Das gilt auch für diese beiden Figuren, die sich zum freundlichen Klönschnak vor dem Altenheim begegnen. Die Künstlerin trifft mit ihren Arbeiten stets das Typische, lässt ihre Plastiken im Kopf des Betrachters kleine Geschichten erzählen. Klatsch und Tratsch gibt es schließlich auch im Altenheim. (2097/o634/12)


"Großer Hephästos II", Waldemar Otto (1989)
Schwachhauser Heerstr. 240 (Focke-Park)

"Hephästos" (Hephaistos) war nach antiker Überlieferung der lahmende Gott des Feuers und der Schmiedekunst. Waldemar Otto setzte sich mit Hephaistos und Aphrodite, seiner Ehefrau, in einem umfangreichen mythologischen Skulpturenzyklus auseinander. Sein „Hephästos II“ schaut nicht gerade glücklich drein. Er wurde von Aphrodite verlassen. Waldemar Otto hat ihn als Sockeltorso gestaltet, eine bevorzugte Gestaltungsform des Künstlers. Seinen „Hephästos I“ gibt es in der Nähe von Bremen, den schuf Waldemar Otto für die niedersächsische Samtgemeinde Zeven. (2099/o636/12)


"Blühender Park", Helmut Streich (1982)
Scharnhorster Str. 15

Der blühende Park ist inzwischen etwas verblasst, aber noch gut zu erkennen. Vermutlich hat der Künstler bei diesem Wandbild an die Bewohner im Haus gegenüber gedacht, für die auch ein gemalter Park schöner ist als eine graue Bunkerwand. Das Besondere an diesem Bunker erschließt sich aber noch ganz anders: Auf dem Dach ist ein Haus gebaut, mit einer Terrasse drumherum, gestrichen in einer Farbe, die im Wandbild dominiert. Eingang und Treppenhaus befinden sich in einem Anbau. Eine schöne Idee, dem Bunker die Bedrohlichkeit zu nehmen. (2101/o637/10)